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Schuppen enstehen nicht zufällig: Warum reagiert jede Kopfhaut anders?

Schuppen entstehen durch das Zusammenspiel von drei Faktoren: dem natürlichen Talg der Kopfhaut, dem Hefepilz Malassezia und der individuellen Empfindlichkeit der Kopfhaut. Erst wenn diese Faktoren zusammenwirken, können Juckreiz, Spannungsgefühl und sichtbare Schuppen auftreten.

1. Welche Rolle spielt der Talg?

Die Talgdrüsen produzieren natürliche Lipide, die Haut und Haare schützen. Da die Kopfhaut besonders viele Talgdrüsen besitzt, bietet sie Malassezia eine lipidreiche Umgebung.

2. Was macht Malassezia auf der Kopfhaut?

Dieser Hefepilz gehört bei den meisten Menschen zum natürlichen Kopfhaut-Mikrobiom. Mithilfe von Enzymen spaltet er Bestandteile des Talgs und setzt dabei freie Fettsäuren frei.

3. Warum reagiert nicht jede Kopfhaut gleich?

Nicht jede Kopfhaut reagiert gleich auf diese Fettsäuren. Bei empfindlichen Personen können sie die Hautbarriere reizen und die Zellerneuerung der Kopfhaut beeinflussen. Dadurch lösen sich Hautzellen schneller und verklumpen zu sichtbaren Schuppen.

Warum bekommt nicht jeder Mensch Schuppen?

Talg und Malassezia kommen auf fast jeder Kopfhaut vor. Ob Schuppen entstehen, hängt vor allem davon ab, wie empfindlich die individuelle Kopfhaut auf die beim Talgabbau freigesetzten Fettsäuren reagiert. Eine empfindliche Kopfhaut ist dabei kein Zeichen falscher Pflege, sondern eine persönliche biologische Veranlagung.

Fazit: Talg liefert die Lipide, Malassezia spaltet sie und dabei entstehen freie Fettsäuren. Reagiert die Kopfhaut empfindlich darauf, können Reizungen und sichtbare Schuppen entstehen. Eine geeignete, regelmäßige Anti-Schuppen-Pflege setzt deshalb gezielt an diesem biologischen Kreislauf an.

Die wissenschaftliche Perspektive: Expertentipps von Dr. Johannes Wimmer