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Haarfärbemittel und Schuppen – gibt es einen Zusammenhang?

Die Auswirkungen von Haarfärbemittel auf Haar und Kopfhaut sind umfassend bekannt. Aber besteht ein Zusammenhang zwischen Haare färben und Schuppen?

Im Friseursalon und im eigenen Badezimmer verwendete Haarfärbemittel können negative Auswirkungen auf Ihr Haar haben.

Diese Chemikalien trocknen das Haar aus und können Probleme wie schwaches, trockenes und sprödes Haar verursachen. In Extremfällen führen Haarfärbemittel sogar zu Haarausfall aufgrund von Haarbruch.

Die negativen Auswirkungen auf die Kopfhaut können ebenso frustrierend sein. Haarfärbemittel verursachen unter Umständen eine juckende und schuppige Kopfhaut. Aber sind das schon Schuppen? Zunächst einmal ist es hilfreich, zu verstehen, was Schuppen eigentlich sind.

WAS SIND SCHUPPEN?

Zahlreiche Bedingungen können schuppenähnliche Symptome verursachen. Was wir jedoch als Schuppen bezeichnen, wird durch einen einzigen Auslöser verursacht: Malassezia.

Malassezia ist eine Mikrobe, die auf der Kopfhaut lebt. Sie ernährt sich von den natürlichen Fetten auf Ihrer Kopfhaut und ist für die meisten von uns harmlos.

Manche Menschen reagieren jedoch sensibel darauf. In diesen Fällen reagiert der Körper mit Schuppen.

DER ZUSAMMENHANG ZWISCHEN HAARFÄRBEMITTELN UND SCHUPPEN

Es ist unbestritten, dass Haarfärbemittel alleine keine Schuppen verursachen. Wenn Sie jedoch anfällig für Schuppenbildung sind, können Haarfärbemittel diese begünstigen.

Was passiert eigentlich auf der Kopfhaut?

Zunächst können die Chemikalien in Haarfärbemitteln die schützenden Lipide/Fette von Ihrer Kopfhaut entfernen, sodass diese anfälliger für Schädigungen von außen sind, so z. B. durch Malassezia.

Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit von Schuppenbildung.

Des Weiteren können die starken Chemikalien in Haarfärbemitteln selbst zu Reizungen führen, insbesondere wenn Ihre Kopfhaut bereits durch Schuppen geschwächt ist.

Es kann zu Symptomen wie Kontaktdermatitis kommen:

  • Brennen

  • Juckende Kopfhaut aufgrund von Hautreizungen

  • Schwellungen

  • Gerötete Kopfhaut

Schließlich handelt es sich bei bestimmten Chemikalien in Haarfärbemitteln – so z. B. Paraphenylenediamin (PPDA) – um bekannte Sensibilisatoren, die bei wiederholter Anwendung zu allergischen Reaktionen führen können. Dadurch werden häufig ebenfalls schuppenähnliche Symptome hervorgerufen. Wenn Sie allergisch gegen PPDA sind, sollten Sie keine oxidativen Haarfärbemittel verwenden (zumeist Sets aus zwei Flaschen, deren Inhalt gemischt wird).

WAS MAN GEGEN KOPFHAUTIRRITATIONEN TUN KANN

Glücklicherweise können Sie durch Haarfärbemittel verursachte Kopfhautirritationen ganz einfach vermeiden:

  • Beginnen Sie bei einer gepflegten Kopfhaut. Wenn Sie anfällig für Schuppen sind, verwenden Sie zwei Wochen vor dem Haare färben regelmäßig ein Anti-Schuppen-Shampoo.

  • Befolgen Sie bei Haarfärbemitteln stets die Anwendungshinweise des Herstellers

  • Waschen Sie Ihr Haar ein bis zwei Tage vor dem Färben nicht: Die natürlichen Fette schützen die Kopfhaut

Verwenden Sie vor und nach dem Färben ein  reichhaltiges Shampoo. Dieses stärkt geschwächtes Haar und versorgt es mit Feuchtigkeit. Die Kopfhaut wird zugleich vor Irritationen geschützt. Ist Ihre Kopfhaut besonders empfindlich, verschafft Ihnen die Verwendung eines sanften Shampoos Erleichterung.